Nima´s e.V. feiert 5. Geburtstag

Vor sechs Jahren ist mit der Geburt meines Sohnes Nima, auch die Idee für diesen Verein geboren. Nach einem Jahr der Vorbereitung startete Nima‘s e.V. vor fünf Jahren zunächst mit dem Projekt „Nicht selbstverständlich !“. Im Rahmen des Projektes unterstützen wir seitdem Kinder aus wirtschaftlich benachteiligten Familien auf dem Schul- und Bildungsweg. Mit einer adäquaten Schulausstattung schaffen wir die Voraussetzung dafür, dass diese Kinder auf Augenhöhe mit ihren Schulkameraden die Schule besuchen können.
In den letzten fünf Jahren haben wir auf den verschiedenen Wegen über 3000 Kinder erreicht und mit Schulmaterial ausgestattet.
Auch zur kulturellen Bildung haben wir mit dem Projekt „Interkulturelle Reise durch Münster!“ einen Beitrag geleistet. Über 2800 Kinder und Jugendliche aus Münster haben in den letzten Jahren im Rahmen des Projektes von der Grundschule bis zur Berufsschule die Stadt Münster erkundet und verschiedene kulturelle Bildungsstätten besucht.
In diesem Schuljahr ging das Projekt zum fünften Mal an den Start. Leider mussten wir es vorzeitig aufgrund der Corona- Pandemie abbrechen.
Aber auch über die Landesgrenzen hinaus waren wir aktiv: Im letzten Jahr folgten tausende Münsteraner unserem Spendenaufruf für das Flüchtlingslager Moria auf Lesbos.
Insgesamt wurden 38 Europaletten mit Hilfsgütern, Kleidung, Schuhe, Spiel-und Schulsachen , Hygieneartikel und Pampers auf den Weg gebracht.
Unsere Konvoi wurde von acht Mitgliedern begleitet, die Vorort als Volunteers eine Woche mit angepackt haben.
Während die Hälfte von uns in der Zahnstation Moria medizinische Hilfe leisteten, war die andere Hälfte in der Kleiderkammer tätig.
Die Erfahrungen dieser Zeit haben uns alle geprägt. Es wird nicht die letzte Reise gewesen sein…..

Auch in diesem Sommer möchten wir wieder Kinder mit einem Schultornister eine Freude machen, die sich , wie mein Sohn Nima, auf ihre Einschulung freuen.
Eine adäquate Schulausstattung stellt viele Familien und Alleinerziehende vor eine finanzielle Herausforderung und angesichts der wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie vermutlich mehr, als zuvor!

Ich möchte diesen Tag zum Anlass nehmen, uns bei allen Mitgliedern und allen Menschen, die uns mit ihrer Spende ihr Vertrauen schenken und unsere Arbeit ermöglichen, zu bedanken.
Gemeinsam können wir viel bewirken und Kindern und Menschen in Not helfen.
Danke !
Eure Tannaz Westerberg

Erlös für Menschen in Flüchtlingslagern Näh-Aktion „Maske mit Herz“ Münster-Sprakel – Der Erlös der Aktion „Maske mit Herz“ der Sprakeler Zahnärztin Tannaz Westerberg soll der Unterstützung von Menschen in den Flüchtlingslagern

Eine Masken-Aktion zur Unterstützung von Menschen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln sowie zur Beschaffung von Schutzausrüstung, Bettlaken und Trinkwasser für Krankenhäuser in Shiraz (Iran) hat Dr. Tannaz Westerberg (Mitte) ins Leben gerufen. Unterstützt wird sie dabei auch von Barbara Wehmeyer (l.) und Kerstin Witt. Foto: privat

Münster-Sprakel – Der Erlös der Aktion „Maske mit Herz“ der Sprakeler Zahnärztin Tannaz Westerberg soll der Unterstützung von Menschen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos und Chios zugute kommen. Fast 8000 Euro konnte sie schon sammeln. Von Katrin Jünemann

Fast 8000 Euro hat Dr. Tannaz Westerberg durch ihre Aktion „Maske mit Herz“ schon zusammen: Sie sollen eingesetzt werden zur Unterstützung von Menschen in den Flüchtlingslagern auf den griechischen Inseln Lesbos, Samos und Chios sowie zur Beschaffung von Schutzausrüstung, Bettlaken und Trinkwasser für die Krankenhäuser in Shiraz (Iran).
Die Sprakeler Zahnärztin hat die Aktion schnell auf eine breite Basis gestellt und wird inzwischen von 16 Helfern in Münster unterstützt. „Das Projekt beflügelt viele“, freut sie sich.
1985 selbst geflüchtet
Die Situation der Flüchtlinge lasse sienicht los, sagt sie. Ihre Familie flüchtete 1985 mit beiden Töchtern aus dem Iran nach Deutschland. Tannaz war damals neun Jahre alt. 1997 kam sie zum Studium nach Münster, lernte ihren Mann kennen und lebt seit 2007 in Sprakel.
Sie hatte in der Corona-Krise, weil der Kontakt zu den Enkelkindern fehlte, zunächst mit ihrer Mutter angefangen, Masken für die Flüchtlinge auf Lesbos zu nähen, berichtet Tannaz Westerberg. Beim Nähen hatten Mutter und Tochter Zeit für- und miteinander. Als die ersten 250 Masken fertig waren und mit zwei Kartons mit Schmerzmitteln unterwegs waren, kam die Maskenpflicht für Münster. Westerberg: „Da haben wir gesagt: Wir nähen weiter.“
Bereits voriges Jahr war die Zahnärztin im Juli wie berichtet eine Woche mit ihrem Praxisteam auf Lesbos, um bei der Health-Point-Foundation Flüchtlinge zahnmedizinisch zu behandeln. Sie hatte dort zudem einen Hilfstransport mit 33 Paletten mit Hilfsgütern wie Kleidung, Schuhen, Spielsachen, Hygiene-Artikel und Schulmaterialien zur Hilfsorganisation „Refugees4Refugees“ gebracht.
Auch die Söhne helfen mit
Bei der aktuellen Masken-Näh-Aktion werde sie zum Beispiel auch von zwei Flüchtlingsfamilien unterstützt. Viele machen mit. „Auch die Nachbarn bieten Hilfe an.“ Auch Westerbergs große Söhne machten mit: „Sie schneiden die Bänder für die Masken.“ Inzwischen nähe auch das Team der Praxis ihres Mannes in Ibbenbüren Masken.
Die Masken werden gegen eine Spende von zehn Euro abgegeben. Die Zahnärztin hat zwei Freundinnen mit im Boot, in deren Geschäften im Kreuzviertel die Masken erhältlich sind: Barbara Wehmeyer (Frau Schuh)und Kerstin Witt (Witt & So). Die Masken sind auch in der Zahnarzt-Praxis, Sprakeler Straße 88 a, erhältlich. Bei beiden Projekten gebe es direkte Kontakte vor Ort, sodass die Spenden zu 100 Prozent den Menschen dort zugutekämen.